Skifliegen ohne Publikum

Skifliegen ohne Zuschauer, aber mit Fernsehübertragung

„Eine ähnliche Situation hatten wir noch nie. Weder in Norwegen noch international. Die Rennen in Vikersund werden durch ehrenamtliche Arbeit ermöglicht, und jetzt wollen wir selbstverständlich auch unseren Beitrag dazu leisten, Ansteckungen weitestgehend zu vermeiden. Wir haben alle eine Verantwortung dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und dass weitere Krankheitsfälle vermieden werden“, sagt Leif Arne Berget, Präsident des Organisationskomitees in Vikersund.

„Gleichzeitig ist dies aber eine traurige Situation für alle Springer, Freiwillige und Zuschauer, die sich auf das Volksfest in Vikersund gefreut hat“, setzt Berget fort. Das Rennen in Vikersund ist sowohl das Weltcupfinale als auch das Finale des Raw Air-Turniers.

Sehen Sie das Rennen im Fernsehen
Das norwegische Institut für öffentliche Gesundheit hat Dienstagabend empfohlen, dass Veranstaltungen mit über 500 Personen nicht stattfinden sollen. Die Gemeinde Modum hat daraufhin per Bescheid die Durchführung der Veranstaltung mit Publikum verboten.

„Wir planen ein normales Skispringen, bloß ohne Publikum. Wir sollen dafür sorgen, dass das Event und die gute Stimmung auch im Fernsehen miterlebt werden können“, sagt Berget. Der Veranstalter in Vikersund und der norwegische Skiverband standen die letzten Tage im ständigen Dialog mit lokalen und nationalen Behörden.

Bitten das Publikum um Geduld
Vikersund hat seit 1936 Skifliegen veranstaltet. Dies ist das erste Rennen ohne Zuschauer. Der Veranstalter hat Verständnis dafür, dass gerade jetzt viele Menschen Fragen haben, unter anderem bzgl. der Rückerstattung von Tickets.

„Wir bitten um Verständnis dafür, dass die Situation außergewöhnlich ist. Wir bitten um Zeit, bevor wir Fragen bezüglich der Tickets beantworten können. Jetzt steht zuerst einmal die Durchführung des Rennens im Vordergrund“, betont Berget.

Eine wirtschaftliche Belastung
Der Veranstalter in Vikersund sagt, dass auch die Folgen für den Verein und das Rennen ungewiss sind.

„Es wird eine wirtschaftliche Belastung werden. Wir sind ein kleiner Verein in einer kleinen Gemeinde, der auf freiwillige Arbeit angewiesen ist. Wir verlieren jetzt große Einnahmen, von denen wir abhängig sind, aber das ganze Ausmaß werden wir erst später sehen“, sagt Berget.

By |2020-03-10T23:08:57+01:0010. mars 2020|Nachrichten, Pressemitteilungen|0 kommentarer